
Die Jahresberichte der städtischen Jugendeinrichtungen zeigen vielfältige, qualitativ hochwertige und teilweise stark nachgefragte Angebote.
Wir sehen aber auch, dass die Strukturen, in denen diese Arbeit stattfindet, über viele Jahre gewachsen sind und heute sehr unterschiedlich aussehen.
Wir haben Einrichtungen mit vergleichbarer Personalausstattung, aber deutlich unterschiedlichen Öffnungszeiten. Wir haben Aufgaben, die an mehreren Stellen parallel angeboten werden. Wir haben Personal, das weitgehend fest einzelnen Einrichtungen zugeordnet ist. Und wir haben Standorte, bei denen sich die Frage stellt, ob die heutige Organisation überhaupt die beste Grundlage für einen verlässlichen Betrieb darstellt.
Der Antrag benennt deshalb fünf Bereiche:
– Personaleinsatz und Öffnungszeiten
– mögliche Doppelstrukturen
– die organisatorische und räumliche Bündelung von Angeboten
– einen flexibleren einrichtungsübergreifenden Personaleinsat
– eine gemeinsame Steuerungsstruktur für die Jugendförderung.
Dabei wollen wir das Ergebnis nicht ausschließlich aus der bestehenden Struktur heraus entwickeln lassen. Wir wollen einen unabhängigen Blick von außen.
Deshalb soll die Evaluation durch externe fachliche Expertise begleitet werden. Bevor hierfür ein Auftrag vergeben wird, soll uns der Magistrat den notwendigen finanziellen Rahmen vorlegen, sodass die Stadtverordnetenversammlung selbst über die Freigabe entscheiden kann.
Diese externe Betrachtung soll nicht nur sagen, was heute funktioniert und was nicht. Sie soll uns auch konkrete Vorschläge machen, wie die Jugendförderung künftig besser organisiert werden kann. Mit klareren Zuständigkeiten, einem flexibleren Personaleinsatz und dort, wo es sinnvoll ist, einer stärkeren Bündelung von Angeboten.
Und selbstverständlich soll dabei auch betrachtet werden, ob Ressourcen zielgerichteter eingesetzt und organisatorische Entlastungspotenziale genutzt werden können. Aber nicht zulasten der Qualität der Jugendarbeit. Genau das hält der Antrag ausdrücklich fest.
Die Fragestellung ist am Ende relativ einfach:
Kommen wir mit den vorhandenen Strukturen zu dem bestmöglichen Angebot für die Jugendlichen unserer Stadt, oder können wir es besser organisieren?
Diese Frage wollen wir fachlich fundiert beantworten lassen und gemeinsam mit dem Jugendforum im Sozialausschuss diskutieren.
Gerne können Sie uns hier ihre Meinung zur Jugendarbeit in Neu-Isenburg schreiben.
Ich möchte gerne über neue Beiträge informiert werden.

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